Köcherbäume

Aloe pillansii
Riesenköcherbaum

Diese Baumaloe zählt zu den drei Baumaloen des südlichen Afrikas. Mit einer Größe von bis zu 15m ist sie der größte Vertreter. Ihr Verbreitungsgebiet beginnt im äußersten Nordwesten des Kaplandes, dem Richtersveld (Felswüste), und endet im Süden Namibias. Sie treten meist solitär oder in kleinen Beständen auf.

Vom Ausehen der Aloe dichotoma sehr ähnlich, unterscheidet sich Aloe pilansii durch weiniger und dickere Äste, eine spärliche Baumkrone und größeren, fleischigeren Blättern, die eher nach unten hängen. Die Blütenstände sind horizontal bis herabhängend und wachsen unterhalb der letzten, ältesten Blätter der Blattrosette heraus.

Sie gehört zu den gefährdeten Arten und befindet sich bereits auf der Roten Liste. Etwa 200 Bäume werden noch gezählt. Aufgrund von Überweidung durch Ziegen findet man keine Keimlinge mehr. Zudem ist Aloe pillansii ein beliebtes Sammlerobjekt.

Im Richtersveld, in der Nähe von Bloeddrif kann man natürlich Hybride aus Aloe Pillansii und Aloe ramossisima finden. Sie sind vermutlich Hunderte von Jahre alt, sehr blütenreich, mit stark verzweigten Stämmen und werden bis zu 4m hoch.

(Quelle: "Richtersveld - the enchanted wilderness", Graham Williamson p. 114)
(Anmerkung: Da auch Aloe dichtoma sehr unterschiedlich ausgeprägte Baumkronen hat, ist es für einen Laien oft nicht einfach, eine spärliche Krone des Dichotoma und die eines Pillansii auseinander zu halten, vorallem, wenn die Aloe nicht blüht.)
Junger Aloe pillansii
(Junger Pillansii, Richtersveld)